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Digital POV - Das schnelle Wachstum der Ad Blocker

Hintergrund 
Mit iOS 9 erlaubt Apple erstmals Ad Blocker in mobilen Browsern. Bis heute war Ad Blocking auf die Desktop Nutzung beschränkt, aber mit Apples Ankündigung und dem anhaltenden weltweiten Wachstum der Smartphone Penetration sowie der Tatsache, dass Datennutzung nicht unentgeltlich ist, könnte dies alles in naher Zukunft ändern. Bedeutend ist diese Entwicklung vor allem im Mobile Web. Da iAd die Werbung nur in den Apple Apps liefert, wird iAd deshalb von dieser Ad Blocking Entwicklung nicht beeinflusst und demzufolge wird eher eine Erhöhung des Media Frankens erwartet.

Details
Abgesehen von Apple planen auch andere grosse Akteure die Werbung auf ihren Mobile-Netzwerken zu blockieren. Einer der grössten Ad Block Anbieter „AdBlock Plus“ behauptet, dass mittlerweile weltweit 300 Mio. User die Software runter geladen haben. Andere Anbieter bestätigen, dass das jährliche Wachstum von Ad Blockern in gewissen Ländern, wie Japan, Spanien, China und Italien, über 134% beträgt. Studien zeigen, dass einer der Schlüsselfaktoren zur Installation von Ad Blocker vor allem aufdringliche Formate wie Overlays und Pop-ups sind. Jedoch steht bereits die neuste Softwaregeneration zur Verfügung welche nicht nur Display-Banner, sondern auch Videos, bezahlte Social Media und Search blockiert.

Auswirkungen
Die Zunahme von Ad Blocker für Desktop, Tablet und Mobil wird die digitalen Werbetreibenden zwingen, ihre Angebote zu überdenken oder gar neue Verhandlungen mit den Ad Blocker Betreibern zu führen. 

Aus Mindshare’s Sicht: Die Nachfrage für Ad Blocker ist gross und hat eine alte Debatte um diverse Themen entfacht. Bedrohen Ad Blocker den Internetwerbemarkt und ist nicht auch die Problematik um Viewability und Ad-Betrug relevant?