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Neue Spielregeln für Firmen und Facebook

Der Newsfeed von Facebook orientiert sich künftig wieder mehr an privaten Nutzern – dies verkündete Facebook ohne einen Starttermin für die Änderungen zu nennen. Was bei Privatpersonen für Freude sorgt, löst bei Marketingabteilungen Unsicherheit aus. Was genau sich für Unternehmen ändert und worauf es in der Marketing-Kommunikation bei Facebook in Zukunft ankommt, fassen die Digitalexperten der Mediaagentur Mindshare zusammen.

Vor kurzem hat Facebook bekannt gegeben, dass die Algorithmen zu Gunsten der privaten Nutzer anpasst werden. Der Newsfeed soll sich stärker den Bedürfnissen der Nutzer widmen und ihnen vermehrt Beiträge von Freunden und Familie anzeigen. Die potenziellen Verlierer: kommerzielle Inhalte sowie Beiträge von Medien oder politischen Gruppierungen. „Mit der richtigen Strategie kann die Intention von Facebook, die persönlichen Verbindungen wieder in den Fokus zu rücken, auch in der Marketing-Kommunikation genutzt werden“, sagt Anja Däumigen, Director Digital bei der Schweizer Mediaagentur Mindshare.

Kreativität und Qualität haben Vorrang

Die neuen Spielregeln von Facebook sind für Firmen herausfordernd. Anja Däumigen beschäftigt sich täglich mit Digitalstrategien und sieht die Neuerungen kritisch: „Langfristig aufgebaute Facebook-Strategien müssen überdacht werden. Kommerzielle Inhalte erhalten weniger Platz und somit steigt der Wettbewerb.“ Vor allem auf Ebene der organischen Reichweite sowie beim Traffic können die Neuerungen starke Einbussen mit sich bringen.

Facebook ist als Werbeplattform aber noch immer attraktiv, betont Däumigen: „Unternehmen haben es zwar schwieriger in den Newsfeed der User zu kommen. Mit adaptivem Marketing, sprich dialogorientierten sowie zielgruppengerechten Inhalten, dringt man immer noch durch.“ Denn Facebook setzt neben persönlichen Inhalten vor allem auf Beiträge, die zu Konversationen anregen. Unternehmen müssen die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe also genauestens kennen und Inhalte mit Mehrwerten liefern. Anja Däumigen erklärt: „Die eigene Community wird wichtiger werden. Dafür müssen Unternehmen die Qualität und Kreativität ihrer Beiträge erhöhen, damit Nutzer ihren Inhalten freiwillig folgen. Auch der Einsatz von Influencern wird noch wichtiger werden.“