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Welche Herausforderungen bedarf es um im chinesischen Markt zu bestehen, am Beispiel Uber

Hintergrund

Trotz der abgebremsten Wirtschaftslage und den Kursstürzen an der Shanghaier Börse: China ist nach wie vor weltweit der stärkste Wachstumstreiber für internationale Brands. Allerdings kann sich dieses Wachstum für den Handel schwieriger als erwartet entpuppen – auch im Digital-Bereich. Diese Schwierigkeiten lassen sich schnell in die richtige Perspektive bringen, wenn man das Ereignis rund um das „Silicon Valley-Darling-Uber“ und dessen Expansionspläne in China verfolgt. Uber ist ein Online-Vermittlungsdienst für Fahrdienstleistungen des gleichnamigen amerikanischen Unternehmens. Er vermittelt Fahrgäste an Mietwagen mit Fahrer sowie auch private Fahrer mit eigenem Auto. Ferner werden auch reguläre Taxis vermittelt (Quelle: wikipedia).

Details und Auswirkungen

Uber’s weltweite Expansionspläne sind momentan eines der interessantesten globalen Themen. Im Wettkampf um den chinesischen Markt muss sich Uber zwei einheimischen Konkurrenten stellen, den Apps von Didi Dache und Kuadi Dache.

Uber hat seinen Dienst im Sommer 2013 mit einigen Dutzend Mercedes S-Class in Shanghai gestartet. Seither konnte Uber China seinen Service auf über eine Million Fahrten pro Tag expandieren. Trotz enormem Wachstum verliert Uber gemäss Insider-Schätzungen im Durchschnitt 4 US$ pro Fahrt. Kombiniert mit der geplanten Expansion in den kommenden Monaten, von 11 auf über 50 Städte, wird sich Uber seiner härtesten Herausforderung im grössten Weltmarkt stellen müssen.

Im Ringen um Marktanteile muss sich Uber gegenüber zahllosen lokalen Konkurrenten durchsetzen. Konsolidiert hat sich der Markt auf zwei Hauptkonkurrenten – Didi Dache und Kuadi Dache. Im Rennen mit den chinesischen Konkurrenten erhält Uber Unterstützung: Uber China wurde von Chinas führender Search Engine Maschine, Baidu, finanziell unterstützt. Didi und Kuadi wurden vom Internetriesen Tencent und Alibaba gegründet, mit dem Ziel, dass sich keine internationalen Marktteilnehmer in China etablieren können. Uber hat schnell realisiert, das jeder neue internationale Marktteilnehmer sich auf einen harten Wettbewerb gefasst machen muss. Lokale Startups, über alle Industriezweige hinweg, sprechen von einer im Minimum 10-jährigen Investitions-Strategie. Es gilt zu akzeptieren, dass grosse Verluste hingenommen werden müssen, bevor eine Marktdominanz erzielt werden kann. Die Herausforderungen stellen sich nicht nur in finanziellen, sondern auch in politischen Rahmenbedingungen.

Zusammenfassung

Trotz alledem, der Fahrdienstleister Uber wächst in China. In Hinsicht auf die nächste Wachstumsphase benötigt Uber aber aussergewöhnliche Investitionen, damit nicht nur ein Überleben, sondern ein Erfolg von Uber China im grössten Weltmarkt realistisch wird. Wenn ein Unternehmen jeden Tag 4 Millionen US$ verliert, reicht auch eine Finanzspritze von einer Milliarde US$ nicht weit. Die Lektion, welche jede Marke, die in China reüssieren will, schnell lernen muss: Andere Regeln und grösste Herausforderungen erwarten die Brands in China.