MindMinutes

Sharing und sich mehr leisten

Nicht selber kaufen, sondern teilen, dieses Konzept und die dazugehörigen Dienste sind mittlerweile bei den Österreichern angekommen. Besonders bekannt sind die mobilen Sharing-Angebote, wie die Taxi-Alternative Uber oder der Autoleiher Car2go. Der Erfolg von Sharing ist auch ein Beleg des Wertewandels besonders in der jungen und urbanen Zielgruppe, der es wichtiger ist, zu jeder Zeit über eine Dienstleistung verfügen zu können, ohne die Sache an sich zwingend besitzen zu müssen. Im Vordergrund dabei steht nicht die Umwelt zu schonen oder anderen zu helfen. Das Hauptmotiv ist Geld zu sparen, das in andere Erlebnisse investiert werden kann. Wenn ein Sharing Dienst das Bedürfnis nach Flexibilität und Verfügbarkeit erfüllt und gleichzeitig noch sozial und umweltverträglich ist, kann der Dienst noch mehr überzeugen. 

Die Jungen teilen am liebsten

Die einzelnen Sharing Plattformen und das Prinzip des Teilens statt zu besitzen ist besonders bei den 15-bis 29-Jährigen bekannt und beliebt. Food-Sharing und Kleidungs-Sharing wird fast ausschließlich von den Jüngeren betrieben. Bekannt sind die Sharing Dienste mittlerweile bei dem Großteil der Befragten. 83 Prozent kennen Charsharing. Uber und Car2go sind die beliebtesten Dienste. Auch Übernachtungsmöglichkeiten von Privatpersonen sind mittlerweile bekannt. So haben 14 Prozent bereits eine AirBnB Unterkunft gebucht. Die Nutzung steigt auch hier besonders bei den Jüngeren. Haben 2016 noch 16 Prozent  der 15-bis 29-Jährigen AirBnB genutzt, sind es mittlerweile 27 Prozent und Uber hat bereits jeder Fünfte der 15-bis 29-Jährigen zumindest einmal getestet. 

Quelle: Mindshare MindMinutes, Online Interviews, KW 41+45 2017, n=515