MindMinutes

Die Jungen lieben Netflix und Amazon Prime

Wenn es um das Streamen von Filmen und Serien geht, liegen Netflix (91 Prozent) und Amazon Prime (85 Prozent) in der Zielgruppe der 15- bis 29-Jährigen ganz vorne. Sie fahren auch die stärksten Zuwächse ein. An dritter Stelle liegt deutlich abgeschlagen Maxdome (53 Prozent) gleichauf mit den bekannten VoD-Diensten A1, Drei oder UPC. Mindshare hat 255 Österreicher in den Altersgruppen 15 bis 59 Jahre für die Momentaufnahmen-Studie MindMinutes online befragt, wie sie es mit VoD halten. Netflix mit seiner Vielfalt an Original-Serien trifft genau den Puls der Zeit und somit auch die Nutzer. Das bringt dem erfolgreichen Streaming-Dienst und mit ihm auch Amazon Prime einen höchst willkommenen zusätzlichen Effekt - jede Menge Aufmerksamkeit für die Plattformen. Die werden am häufigsten täglich besucht. 

In der Nutzung klare Brüche

Ganze Serien am Stück konsumieren, auch Binge Watching genannt, und sich aussuchen, was man wann sehen möchte und wie viel, macht für die junge Vergleichsgruppe (15 bis 29 Jahre) VoD so attraktiv. Dazu kommt die inhaltliche Qualität des Streaming-Angebots. Sieht man sich die Nutzung im Altersvergleich an, werden VoD-Plattformen wie Netflix oder Amazon Prime am häufigsten von den Jüngeren (zwei Drittel) genutzt. Sky folgt an dritter Stelle mit 24 Prozent. Der Hauptgrund VoD-Dienste nicht zu nutzen, ist der Abo-Preis, der der älteren Vergleichsgruppe (30 bis 59 Jahre) zu teuer ist. Findig, wie die Jüngeren sind, weichen sie auf kostenlose Alternativen aus oder bleiben beim TV-Angebot. Die beiden großen Player Amazon Prime und Netflix konnten die Nutzungsdauer der vergangenen Jahre sogar noch weiter ausbauen. Ausgehebelt wurden sie jetzt aber von Sky. Der Anbieter führt mit dem höchsten Zugewinn bei der Nutzungsdauer. Das gelingt durch die Sicherung der Übertragungsrechte für alle Verbreitungswege der Champions League.

Akuell informiert auf allen Kanälen 

Wie erfahren die User von den filmischen Neuheiten und Angeboten? Freunde und Bekannte und das soziale Netzwerk sind wichtige Anlaufstellen. Auch YouTube und Google werden dafür angezapft. Rund ein Drittel nutzen TV-Werbung als Informationsquelle. „Ein Trend, den wir auch im E-commerce beobachten. Gefragt ist eine konvergente verschränkte Mediastrategie,“ sagt Mindshare Business Planning Director und CIO Sabine Auer-Germann. Wer den Kampf der VoD-Anbieter auf lange Sicht gewinnt, bleibt abzuwarten – Netflix und Amazon haben jedenfalls einen gewaltigen Vorsprung. Die Zukunft verspricht aber reichlich Bewegung im VoD-Markt.