MindMinutes

Personalisierte Apps führen

Ganz vorne in der Beliebtheitsskala der österreichischen 15- bis 29-Jährigen liegen die Apps der sozialen Netzwerke. In der Kategorie Messenger führt WhatsApp mit 87 Prozent vor Facebook mit 54 Prozent. Bei Social Network-Apps ist Facebook noch immer die Nummer 1. Tageszeitungen liegen bei Medien-Apps vor Radio und TV. Das geht aus den aktuellen MindMinutes, den Momentaufnahmen von der Mediaagentur Mindshare hervor. Untersucht wurde das Downloadverhalten für Apps in den Kategorien Social, E-Commerce, Bankberatung, Location, Unterhaltung, Medien, Information und Personal Trainer in den Altersgruppen 15 bis 29 Jahre und 15 bis 59 Jahre. Befragt wurden dafür online im Schnitt 250 User. 

Übergeordnet betrachtet punkten jene Apps am meisten, die für den User einen hohen persönlichen Nutzen haben. 87 Prozent in der jüngeren Zielgruppe geben an WhatsApp installiert zu haben. Auf den weiteren Plätzen folgen Facebook (73 Prozent), YouTube (72 Prozent), Facebook Messenger (54 Prozent) und willhaben (46 Prozent). „Das sind fast alles Apps, die vom User einiges an Zugangsberechtigungen verlangen. Die werden aber gerne gegeben, wenn der persönliche Nutzen die Privatsphäre-Bedenken übersteigt", sagt Sabine Auer, Business Planning Director. „Wir verstehen das als eine Aufforderung für mobile Werbung zugeschnitten auf den Handybesitzer." 

Auffällig sind auch die Zahlen für E-Commerce. Auch hier haben die Jungen die Nase vorn. 73 Prozent besitzen eine Shopping-App. Die Jungen stehen es sich mit 46 Prozent auf willhaben, wohingegen die 15-bis 59-Jährigen Amazon bevorzugen. In der Kategorie Unterhaltung führt YouTube einsam mit 72 Prozent. Dropbox ist mit 34 Prozent der beliebteste Fotoordner und ein Drittel der Jungen haben bereits den Musikerkennungs-Dienst Shazam installiert. 

Zum Stillen der Informationslust nutzen beide befragten Zielgruppen Medien-Apps. Durchgängig gibt es bei den Tageszeitungs-, TV-Sender- und Radio-Apps ausgewogene Nutzungsverhältnisse. Banken können sich freuen: Knapp die Hälfte der Jungen besitzen schon eine Banking-App.

Zu dieser App-Vielfalt und wachsenden intensiven Nutzung haben unbestritten die hohe Smartphone-Durchdringung von 88 Prozent und der Tablet-Besitz mit immerhin 54 Prozent beigetragen.