MindMinutes

Online-Einkauf von Lebensmitteln hat Luft nach oben

Online Bücher, Flüge, Kleidung, Reisen oder Essen einkaufen - für sehr viele Menschen ist das inzwischeneine Selbstverständlichkeit. Beim Online Shopping von Lebensmitteln sieht das noch anders aus. Wie das konkret aussieht, haben 525 user im Alter von 15 bis 59 Jahren bei der MindMinutes-Befragung online beantwortet. Nach wie vor kaufen die Österreicher am liebsten im stationären Lebensmittelhandel (LEH) ein. Befragt, wo sie am liebsten einkaufen, wird an erster Stelle Hofer (82 Prozent) und Spar (81 Prozent) genannt. Ihnen folgen Billa (66 Prozent) und Merkur (45 Prozent). Knapp dahinter kommt Lidl (43 Prozent). Penny bildet mit 32 Prozent das Schlusslicht. Im Vergleich dazu schwächeln die Online-Bestellungen von Lebensmitteln im unteren einstelligen Bereich. Einzig bei Billa haben vier Prozent schon online eingekauft.

Online wird gustiert

Die Analyse der Website-Besuche der LEH-Anbieter zeigt aber ein ganz anderes Bild. So haben die Billa-Site bereits 23 Prozent besucht, gefolgt von Hofer mit 19 Prozent und Spar mit 14 Prozent. „Das Angebot hat durchaus noch einiges an Potenzial", erklärt Sabine Auer, Mindshare Business Planning und Studienleiterin. „Es geht jetzt darum die Besucher auch zur Online-Bestellung zu bringen." Mögliche Gründe, warum das Bestellverhalten schleppend ist,  könnten die nicht so einfachen Einkaufsbedingungen sein. So kann das Angebot eingeschränkt verfügbar sein, die Lieferzeit erfolgt nicht zum gewünschten Zeitpunkt und so mancher verlangt Liefergebühren, wenn die Mindestbestellmenge nicht erreicht wird.

Jeder Fünfte ist interessiert Lebensmittel online zu bestellen

Immerhin kann sich jeder Fünfte in Zukunft vorstellen, auch Lebensmittel online zu beziehen. Die Pluspunkte, die Kunden zur Onlinebestellung bewegen könnten, sind vor allem die bequeme Lieferung und nicht selbst Sachen tragen zu müssen. Aber auch die Zeitersparnis, die man hat, wenn man nicht selbst einkaufen geht. Aktionen, die es nur online gibt, sind auch gefragt.  

Auf alle Fälle bleibt es in nächster Zeit spannend, denn ein weiterer Marktteilnehmer könnte die LEH-Branche aufmischen: Amazon mit seinem Lebensmitteldienst „Fresh".  Dieser ist im Herbst 2015 in ausgewählten Stadtteilen in London gestartet.