MindMinutes

Netflix mischt Video-on-demand Sektor auf

Innerhalb von ein paar Wochen nach dem Start von Netflix im September 2014 nutzten bereits vier Prozent täglich bis mehrmals die Woche die Plattform. Ein klares Indiz, dass Netflix ein Wettbewerber für Youtube werden kann. Die Bekanntheit verdankt Netflix in erster Linie der Werbung (57 Prozent), sowie der Berichterstattung (44 Prozent). 
Wird jetzt auf Teufel komm raus Video und TV gesehen? Mindshare hat dazu 256 Österreicher in den Altersgruppen 15 bis 29 Jahre und 15 bis 59 Jahre für die Momentaufnahmen-Studie MindMinutes online befragt:
Die bestehende hohe Bekanntheit von Videostreaming und Video-on-demand-Anbietern ist für die Expansionsgelüste von Netflix eine gute Ausgangsbasis. 83 Prozent der 15- bis 59-Jährigen kennen zumindest einen Anbieter von Videos auf Abruf. 44 Prozent nutzen auch ein oder mehrere Angebote. Besonders bekannt sind die Video-on-Demand-Dienste bei den Jüngeren. Diese nennen im Schnitt drei Plattformen: Netflix wird von 60 Prozent genannt und bei 38 Prozent der 30- bis 59-Jährigen ist Netflix bereits ein Begriff. Durchgängig bekannt ist in allen Altersgruppen das Video-on-demand-Angebot von den TV-Anbietern A1 und UPC, die auch von 23 Prozent genutzt werden.

Deutlicher Altersbruch im Nutzungsverhalten

Bei den Beweggründen für die Nutzung von Online-Video-Plattformen gibt es einen klaren Bruch im Alter. Die 15- bis 29-Jährigen wollen ihre Serien und Filme schauen, wann sie wollen (56 Prozent) und dann gleich mehrere Folgen am Stück (44 Prozent). Dies ist den 30- bis 59-Jährigen nicht ganz so wichtig.
„Der Konsument will Fernsehen erleben und das wann, wo und wie viel er will,“ fasst Sabine Auer, Business Planning Director Mindshare die Ergebnisse zusammen. „Dafür ist eine konvergente, verschränkte Bewegtbild-Mediastrategie nötig. Denn der Seher unterscheidet nicht nach Ort und Endgerät.“ Am liebsten werden die Gratis-Plattformen genutzt. So geben 74 Prozent der Befragten an auf YouTube zu sein um sich Videos und Serien anzusehen. 43 Prozent greifen auf Sender TV-Theken zu. Angesehen werden Filme und Serien schließlich auf verschiedenen Endgeräten. Neben PC und Laptop (74 Prozent) werden Serien und Filme auch auf Tablet PC (25 Prozent) und Smartphone (17 Prozent) konsumiert.