MindMinutes

Digital Paid Content: Zahlt da jemand?

Verlage setzen auf Paid-Content-Modelle, Downloads. Das Streamen von Musik und Filmen ist kostenpflichtig. eBook und so manche Apps fallen auch darunter: Paid Content. In den MindMinutes Momentaufnahmen beschreiben 260 Österreicher im Alter von 15 bis 59 Jahren online, wie sie zu Online-Bezahlmodellen stehen. 

Bis zu 20 Euro geben die meisten Befragten für Onlineinhalte wie Filme, Serien, Videos oder Musik aus. Dazu zählen auch Online-Zeitungen und -Magazine sowie Testberichte. Vor allem Netflix, Amazon Prime oder Spotify sind preislich und qualitativ attraktive Anbieter und liegen voll im Trend. Die höchsten Beträge werden für E-Learning und Online Spiele ausgegeben, nämlich bis zu 200 Euro jährlich. Eine gelebte Bezahlkultur hat sich vor allem bei den Jüngeren etabliert. „Das Potential der Paid-Content Modelle ist in Österreich noch nicht ausgeschöpft und wird speziell für Zeitungen auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen,“ sagt Sabine Auer-Germann, Business Planning-Director und CIO Mindshare.

Beliebtheitsskala von Bezahlmodellen

Am beliebtesten bei den Jungen:
Die Inhalte werden kostenlos angeboten, dafür werden das Ausspielen von Cookies und Werbung akzeptiert.

Sehr beliebt bei den Älteren:
Das Freemium-Modell, bei dem das Basisprodukt gratis ist und man für das Vollprodukt oder Erweiterungen bezahlt.

Wenig beliebt gleichermaßen bei Jung und Alt:
Die Bezahlschranke, bei der die Inhalte erst nach dem Bezahlen einer Gebühr oder dem Abschluss eines Abonnements sichtbar werden. 

Etwas beliebter bei den Älteren:
Das Metered Modell erlaubt dem Nutzer einen Zeit- oder mengenbeschränkten Zugang. Bezahlt wird nach einer bestimmen Anzahl Artikel oder einer definierten Lesedauer.

Fazit: Spannend ist, dass Jüngere offenbar eher bereit sind zu zahlen. Sie tun es nur nicht, da das meiste ohnedies gratis zu haben ist.