MindMinutes

Applify my life oder die Appnutzung der Österreicher

Statistisch gesehen haben die Österreicher 11 bis 20 Apps auf ihrem Smartphone. Von diesen werden drei bis zehn regelmäßig genutzt. Manche zeichnen die täglich zurück-gelegten Schritte auf, mit anderen wird gespielt oder sie dienen als Einkaufshilfe und Reiseplaner. 
Die aktuellen MindMinutes Momentaufnahmen von Mindshare liefern eine Bestandsaufnahme, warum und welche Apps am liebsten genutzt werden. Dafür wurden 257 Österreicher im Alter von 15 bis 59 Jahre online befragt. 94 Prozent der Befragten besitzen ein Smartphone und fast die Hälfte ein Tablet. Schnell muss der Einstieg sein, das Leben soll damit einfacher werden, der Zeitvertreib kurzweilig und die gesuchten Informationen müssen sofort zur Hand sein, wenn man sich von einer App unter „die Arme“ greifen lässt. Das sind die meistgenannten Nutzungsgründe. Werbung ist für mehr als die Hälfte aller Befragten bei kostenlosen Inhalten in Ordnung, aber ein Unding bei bezahlten Apps. Werbeformen, die gut ankommen, sind Couponing-Angebote, Gewinnspiele und thematisch passende Werbung. 

Bitte mit Mehrwert

Die beliebteste App der 15- bis 59-Jährigen ist unangefochten WhatsApp mit nun 100 Prozent Durchdringung. Die Messaging-App kann auch als ein Erfolgsbeispiel für Werbetreibende gelten, die mit ihrer App als Angebot gestaltet das Leben der Österreicher erleichtern möchten. „Relevanz, Effizienz und Mehrwert, das ist das Thema bei der App-Nutzung,“ sagt Sabine Auer-Germann, Business-Planning Director und CIO Mindshare. Durch scheint bei den Nutzern allerdings zu sein, dass sie den Zugriff auf den Standort, die WLAN-Verbindungsinformationen, die Kamera und Bluetooth beim Runterladen einer App erlauben müssen, sonst geht beim sofortigen Austausch gar nichts. 

E-Commcerce- und Banking-Apps holen auf

Besonders wichtig sind den Jungen die Social Media-Apps wie Instagram und Snapchat, bei den Älteren sind es Facebook, E-Mail und Wetter. Mit Relevanz und Effizienz punkten auch die Apps in den Kategorien E-Commerce und Banking. Sie haben seit der letzten MindMinutes-Befragung im Frühjahr 2016 weiter zugelegt. Im Schnitt besitzen 80 Prozent der Befragten eine E-Commerce App. Amazon führt gefolgt von Willhaben und Shpock. Über 60 Prozent der Befragten checken inzwischen ihr Konto über Banking-Apps. Damit die Jungen immer wissen, wo sie gerade sind und wie sie hinkommen, haben zwei Drittel eine Location-App installiert. Gegessen wird noch immer. Das tendenziell immer öfters fertig gekocht und geliefert nach Hause. So hat bereits ein Viertel der Jüngeren Lieferservice-Apps installiert.